Schopenhauer-Gesellschaft

Sitz: Frankfurt am Main

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 Spendenaufruf zur Finanzierung des Projekts einer neuen und vollständigen  Transkription der ‚Spicilegia‘ aus dem Nachlaß Schopenhauers.

 

Das Manuskriptbuch „Spicilegia“ enthält die handschriftlichen Aufzeichnungen Schopenhauers aus den Jahren 1837 bis 1852.

Der von Schopenhauer verliehene Titel „Spicilegia“ kommt von spica, ae f. (Ähre) und legere (sammeln, lesen); er bedeutet soviel wie "Ährenlese".

Es handelt sich um die Ernte, die für die entscheidenden Frankfurter Jahre eingefahren wird. Dieser Band hat 473 Seiten. In der Ausgabe des Handschriftlichen Nachlasses von Arthur Hübscher umfaßt die Abteilung „Spicilegia“ aber lediglich 74 Seiten.

In der Zeit von 1837 bis 1852 entstanden die bedeutendsten Spätwerke Schopenhauers, wie die beiden Preisschriften zur Ethik (1841 als „Grundprobleme der Ethik“ veröffentlicht), der 2. Band des Hauptwerks (1844), sein Erfolgsbuch, die „Parerga und Paralipomena“ (1851) und neue Auflagen bereits veröffentlichter Werke.

Der Manuskriptband erlaubt einen ersten vollständigen, einzigartigen Einblick in die Frankfurter Werkstatt des Denkers.

Der Historiker PD Dr. Ernst Ziegler (St. Gallen) hat in den letzten Jahren den gesamten Band aus freien Stücken transkribiert und ein entsprechendes Manuskript erstellt, dessen Publikation für die Schopenhauer-Forschung von herausragender Bedeutung sein dürfte. Herr Dr. Ziegler hat bereits den späteren, „Senilia“ (Alterswerke) betitelten Band aus Schopenhauers Handschriften transkribiert und mit gutem Erfolg 2010 gemeinsam mit Franco Volpi im Beck-Verlag veröffentlicht – eine 2. Auflage war binnen Jahresfrist erforderlich, eine Übersetzung ins Spanische ist im Folgejahr 2011 erschienen. Bei den „Senilia“ handelt es sich um einen 150 beschriebene Seiten umfassenden Band, der die letzten Frankfurter Jahre von 1852 bis 1860 umfaßt. In der Hübscher-Ausgabe entfallen auf ihn lediglich 35, in der Volpi/Ziegler-Ausgabe auf 243 Seiten. Der Erkenntnisgewinn durch diese sorgfältig edierte und kommentierte Veröffentlichung war bedeutend.

Diese Differenz zeigt an, welchen erheblichen Gewinn auch die Publikation der „Spicilegia“ für die Forschung bedeuten kann, selbst wenn man berücksichtigt, daß ein Teil des bislang unpublizierten Materials aus Passagen besteht, die Schopenhauer später in mehr oder weniger abgewandelter Form für seine Werke verwendet hat. Abgesehen davon, daß dies nur für einen Teil zutrifft, ist es für die Forschung natürlich wichtig zu wissen, wann und in welchem Umfeld diese Passagen entstanden sind.

 

Die Publikation der Transkription sollte daher unbedingt unterstützt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 10.5 TEUR, von denen hoffentlich ein guter Teil durch Zuschüsse finanziert werden kann. Spenden bis ca. 5.5 TEUR werden aber erforderlich sein, da auch der Druck bezuschußt werden muß. Alle Spender sollen - wenn es zu der Ausgabe kommt, was wir sehr hoffen - in einer tabula gratificatoria namentlich erwähnt werden.

Jede Spende ist willkommen!

Mit herzlichem Dank für Ihr Interesse
Dr. Thomas Regehly, Leiter der OV Frankfurt a. M. der Schopenhauer-Gesellschaft
Spendenkonto: DENKRAUM-Kosten Stichwort „Spicilegia“, Inhaber: Thomas Regehly
Kto.-Nr. 08 456 744 01 bei der Commerzbank (ehem. Dresdner Bank) BLZ 500 800 00)